1. Feuerwerk und Umwelt - Eine Faktensammlung

Im Zusammenhang mit der Klimadebatte diskutieren zahlreiche Kommunen über Maßnahmen zum Klimaschutz, insbesondere zur Reduktion von CO2-Emissionen. Eine derzeit häufig geführte Diskussion befasst sich damit, ob es sinnvoll sein könnte Großfeuerwerke sowie private Silvesterfeuerwerke abzusagen bzw. zu untersagen.

CO2 ist, so auch Dr. Fritz Keller vom Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI), die Hauptursache für die Klimaerwärmung, da Kohlendioxid dafür sorgt, dass die Infrarotstrahlung der Sonne vermehrt in der Erdatmosphäre absorbiert wird.1

co2 g3be7c0b9f von Bild von Gerd Altmann auf Pixabay Natürlich sollte, und dafür ist auch die Firma Steffes-Ollig Feuerwerke, der CO2-Ausstoß in der gesamten Bundesrepublik reduziert werden. Fraglich ist allerdings, ob das Ab- und Untersagen von Feuerwerken einen so großen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten kann, wie es die Medien derzeit propagieren.
Laut Dr. Fritz Keller ist Feuerwerk für „lediglich zirka ein Millionstel der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich.“ So entstehe beispielsweise durch die Stadionbeleuchtung der 18 großen Erstligavereine pro Jahr deutlich mehr CO2 als durch Feuerwerk2
Beispielhaft hat etwa die Schweizer Stiftung myclimate eine Studie zu den CO2-Emissionen beim Züri Fäscht in Auftrag gegeben. Hier zeigt sich deutlich, dass das 60-minütige Feuerwerk einen Anteil von nur ca. 0,2% der gesamten CO2-Emissionen verursacht3

Eine vom VPI initiierte Aktion, bei der deren Mitglieder die Bestandteile ihrer Feuerwerkskörper aufgeschlüsselt haben, legt dar, „dass lediglich ein kleiner Prozentsatz der Bestandteile einen klimarelevanten CO2-Beitrag leistet“, so Klaus Gotzen, Geschäftsführer VPI.
So kommen laut dieser Studie auf eine Tonne Netto-Explosivstoffmasse etwa 156 kg CO2. Somit ist der jährliche CO2-Ausstoß von Feuerwerk vergleichbar mit dem von 420.000 Tonnen Diesel4
In Deutschland werden pro Tag allein 58 Millionen Liter Diesel verbraucht.5

Weiterhin hat der VPI auch untersucht, wie sich der von Feuerwerk verursachte Feinstaub verhält. Die hier gefundenen Ergebnisse geben Aufschluss über die Eigenschaften von pyrotechnischem Feinstaub und den Unterschieden zu dem Feinstaub aus Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen.

Laut VPI werden aktuell Feinstäube allein nach ihrer Größe beurteilt, dabei bleiben die chemische Zusammensetzung und damit die Toxikologie sowie die Löslichkeit völlig außer Acht. Hier ergeben sich allerdings gravierende Unterschiede zwischen den oben genannten Feinstaubarten. So bestehen pyrotechnische Feinstäube aus löslichen Salzen, wohingegen der „normale“ Feinstaub hauptsächlich aus Ruß besteht. Weitere Fakten können aus der Tabelle6 entnommen werden

 Vergleich der verschiedenen Feinstaubarten

 

Nicht allein die Partikelgröße, sondern auch die weiteren chemischen Eigenschaften der Feinstäube sind zur Beurteilung ihrer Schädlichkeit relevant. Es ist festzuhalten, dass aufgrund der o.g. Eigenschaften die Feinstäube aus pyrotechnischen Abbrand Produkten weitaus unbedenklicher sind als gemeinhin angenommen. Sie verbleiben nur sehr kurz in der Atmosphäre und können im Körper sehr schnell entgiftet und aufgelöst werden, wodurch sie auch nicht
annähernd so problematisch bewertet werden müssen wie Feinstäube aus Ruß- oder Abriebpartikeln (Auto etc.)

Die Faktenlage macht deutlich, dass Feuerwerke einen bedeutend geringeren Einfluss auf das Klima und die Feinstaubbelastung haben, als es zurzeit in den Medien dargestellt wird. Unter Beachtung der Werte ist festzustellen, dass das Abbrennen von Feuerwerken so geringe Auswirkungen auf den gesamten CO2-Ausstoß sowie die Feinstaubbelastung hat, dass das Absagen von Feuerwerken nur wenig sinnvoll erscheint.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen unsere Faktensammlung hilfreich ist. Selbstverständlich stehen wir Ihnen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung. Gerne können wir Sie auch speziell für Ihre Veranstaltung individuell zu dieser Thematik beraten.


Alle Informationen in ausführlicherer Form finden Sie unter folgendem Link
in der Broschüre: Fakten-Fiktionen-Vergleiche vom Verband der Pyrotechnischen Industrie:
https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/Dokumente/Download/20211208_VPI_Broschuere.pdf.

Unsere Faktensammlung können Sie hier als PDF-Datei downloaden pdfFeuerwerk_und_Umwelt.pdf.


Quellennachweis:

1 https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/20191009_CO2_und_Feinstaub.pdf, zuletzt am 7.11.19, 15.45Uhr
2 https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/20191009_CO2_und_Feinstaub.pdf, zuletzt am 7.11.19, 15.45Uhr
3https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/Dokumente/Download/20211208_VPI_Broschuere.pdf.
4 https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/20191009_CO2_und_Feinstaub.pdf, zuletzt am 7.11.19, 15.45Uhr
5 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Verkehr in Zahlen 2018/2019
6https://www.feuerwerk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/Feinstaub.pdf zuletzt am 10.11.2019, 12:38 Uhr
  Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

 

 

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