Pressestimmen

Eifeler bei Feuerwerk der Superlative

Geschrieben von Rhein-Zeitung - Brigitte Meier am .

 

Guinnessbuch Pyrotechnik-Weltmeister Helmut Reuter und sein Team haben Anteil an Rekordfeuerwerk

Müllenbach/Kuwait. Der mehrfache Weltmeister der Feuerwerker hat schon viele außergewöhnliche Effekte an nächtlichen Himmeln gesehen. Doch das Megafeuerwerk, das Kuwait zum 50. Jahrestag der Verfassung für insgesamt 11 Millionen Dollar über dem Persischen Golf abfeuern ließ, brachte selbst Helmut Reuter aus Müllenbach zum Staunen. Sechs Pyrotechniker der Firma Steffes-Ollig waren als einzige Deutsche mit insgesamt 50 internationalen Fachleuten verantwortlich für das Gelingen dieses Feuerwerks der Superlative. Das Emirat hatte den Ehrgeiz, mit dem Spektakel alle Rekorde zu brechen, und hat dieses Ziel erreicht: Eintrag ins Guinnessbuch.
Margit Reuter, die für vier Tage nach Kuwait gereist war, ist immer noch fast sprachlos: „Wahnsinn! So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen." Helmut Reuter und sein Team haben insgesamt drei Wochen im Emirat verbracht, um gemeinsam mit dem europäischen Team alles zu planen und aufzubauen. Da die meisten Raketen vom Wasser aus abgeschossen wurden, mussten 251 Pontons aufgebaut werden. Allein von China aus wurden, verpackt in zwei 40-Tonnen-Containern, mehrere 1000 Abschussstellen und die meisten Feuerwerksartikel nach Kuwait verschifft, der Rest des Materials kam aus Italien.
Über eine Strecke von fünf Kilometern musste das Pyrotechnikerteam drei große Aufbauorte für etwa 25 000 Zündpunkte vorbereiten, vorwiegend auf dem Meer, aber auch entlang des Strands. Die Koordination des Unternehmens oblag einem großen italienischen Geschäftspartner Reuters. Doch oft genug war auch die Erfahrung der Müllenbacher Pyrotechniker gefragt, damit das Märchen von Tausendundeiner Nacht wahr werden konnte. Um den Guinnessrekord zu erringen, mussten mindestens 80 000 Raketen und andere Feuerwerkskörper gleichzeitig ihre Farbenvielfalt am Himmel präsentieren.
Die Aufbauarbeit bei mehr als 30 Grad Celsius war „kein Zuckerschlecken", berichtet Reuter. „Wir waren täglich von morgens früh bis zum Abend beschäftigt. Das Team verständigte sich auf Englisch und Italienisch, oft auch mit Händen und Füßen." Essen und Getränke, jedoch keinen Alkohol, gab es in einem Beduinenzelt im Hafen. Die harte Arbeit wurde belohnt, denn das Spektakel gelang. Margit und Helmut Reuter sind sicher: Die Ölscheichs und Emire, aber auch die weniger reiche Bevölkerung des Emirats hatten ihre Freude am größten und teuersten Feuerwerk der Welt. Schmunzelnd spekuliert Reuter: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass Dubai dieses Spektakel demnächst toppen will."

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